Neues Board für den Heimserver

Frisch auf dem Markt – Die neuen ATOM CPUs von Intel

Wobei, was früher ATOM war, heißt jetzt für den Desktop ja Celeron und Pentium.

Die Rede ist von dem Celeren N3050 / N3150 und Pentium N3700.

Die Prozessoren treten damit die Nachfolge zu den Celeron J1800 / J1900 und Pentium J2900 an welche schon eine sehr attracktive Platform für den kleinen Heim- und MedienServer bohten.

Ansich sind die neuen Prozessoren eine konsequente Weiterentwicklung.

Die Performance der CPU ist nur geringfügig gesteigert dafür aber mit noch niedrigerem Verbrauch (6W anstelle von 10W), dafür wurde aber die Grafikperformance um rund 50% gesteigert und auch mit 4K Untestützung ausgerüstet.

Mainboards im ITX Format sind in Deutschland bis jetzt nur von ASRock zu bekommen.

Das ist aber nicht schlim. Das N3150-ITX ist von der Ausstatung sehr nah an dem schon sehr guten Q1900-ITX. Die zwei zusätzlichen USB 3.0 Ports und den Displayport nimmt man dann auch gerne noch mit.

Natürlich muss so ein Heimserver mit Linux befeuert werden.

Als headless System kein Problem, aber für ein System mit Grafik (und das macht es eigentlich erst interessant) braucht man den neusten Kernel vom neusten.

Damit die Braswell-U Grafik arbeitet muss es nämlich gleich Kernel 4.1 sein.

Warum es Intel scheinbar nicht rechtzeitig geschafft hat, entsprechenden Code schon längst vor release der Prozessoren in den Kernel zu bekommen ist mir unverständlich und auch nicht wirklich gewohnt.

Den 4.1 Kernel wird man aktuell wohl in keiner Distribution finden.

Für Arch Linux kann man aber zum glück auf den linux-mainline Kernel im AUR zurücgreifen..

Wer sich die Zeit fürs kompilieren sparen will, der kann sich den Kernel bei mir runterladen.

linux-mainline-4.1rc7-1-x86_64.pkg.tar.xz
linux-mainline-headers-4.1rc7-1-x86_64.pkg.tar.xz

Die Config wurde nicht verändert. Lediglich der Prozessor-Typ von generic x86_64 auf Core2/Later Xeon geändert.

Home- und Medienserver – Nachgelegt

Hallo meine Freunde,

Hier mal ein kleines Update zum Thema Homeserver.

Nachdem ich jetzt ja längere Zeit mit dem obem genannten System gefahren bin, habe ich jetzt mal wieder ein schönes Upgrade unterzogen.

Das Intel DN2800MT ist sicherlich ein schönes Board und mit 6,5Watt TDP echt top als Heimserver im 24/7 Betrieb, aber die PowerVR Grafik setzt leider doch ein Limit für viele Bereiche und der Markt hält aktuell schönes Neues bereit.

Die Intel Celerons der J Generation sind einfach zu verlockend gewesen und so musste ich gleich zugreifen.

Eines der ersten Boards war das Gigabyte J1800N-D2H, welches ich mir dann auch gleich gekauft habe. Das Board hat ansich keine speziellen Features – CPU ist ein Intel Celeron J1800 mit zwei Kernen bei 2,4GHz. Ansonsten alles dabei was das alte Board auch hatte – VGA, HDMI, Gbit LAN, 2x SATA II - dazu kommt ein USB 3.0 Port. Die Grafik liegt zum Glück wieder bei Intel (Intel HD based on Ivy Bridge GPU) und erfreut sich so wieder auch breiter Unterstützung. TDP 10Watt.

Sehr schön (und für mich wichtig) ist der VT support der CPU.

Das Board ist völlig ok. UEFI ohne extras, aber mit den Einstellungen die man braucht – CSM läuft problemlos, so das man auch Windows oder Linux System im „legacy mode“ betreiben kann. Das zeitgleich rausgekommene Board von MSI schien hier Windows8 only zu sein.

Kostenpunkt 53€ - was will man mehr.

Aber meine Beziehung mit dem Gigabyteboard war kurz – denn es kam noch ein neues Board das alles getoppt hat.

Die Rede ist vom ASRock Q1900-ITX (Achtung – nicht die B Variante).
CPU ist hier ein Intel Celeron J1900 – Im Gegensatz hat man hier einen Quad Core mit 2,0GHz. Die Grafikeinheit kann hier etwas höher takten, aber das ist wohl eher nicht der große Unterschied.
Das Board bietet dafür 4x USB 3.0 (2x ext) und vier SATA Ports wobei zwei auf SATA III laufen. Das spart einen zusätzlichen Controller am PCIE oder bietet entsprechend bessere Datenraten (siehe unten).

Der TDP liegt auch hier bei 10Watt. Natürlich braucht man nicht unbedingt einen QuadCore, USB 3.0 könnte man auch noch per HUB weiterreichen und SATA III ist eigentlich nur bei SSDs interessant.

Aber bei gerade einmal +13€ ist die Ausstatung wirklich nicht schlecht und der freie PCIE-Port lässt auch gleich noch einmal Spielraum für etwas Neues.

Natürlich braucht man diese Extras nicht unbedingt.

SATA III macht nur Sinn im Zusammenspiel mit einer SSD – die zusätzlichen Ports sind aber immer gut.

USB 3.0 könnte man bei Bedarf auch über ein HUB erweitern – allerdings kostet das natürlich auch Geld und dann kommt man auch schnell auf den gleichen Preis.

Auch ein QuadCore ist natürlich nicht unbedingt nötig.
Für Musik und Filme tut es natürlich auch ein DualCore und beim J1800 wäre dieser sogar etwas höher getaktet. Der J1900 kann mit boost allerdings auch von 2,0GHz auf 2,41GHz takten (J1800 bis 2,58) und die GPU sogar von 688MHz auf 854MHz (J1800 799MHz).

GHZ alleine sagt aber meist nicht viel aus.

Gut, Benchmarks auch nicht, aber werfen wir doch mal einen Blick darauf.

Der Inetl Celeron J1800 hat einen Passmarkscore von 1123

Der Intel Celeron J1900 hat einen Passmarkscore von 2053

Damit liegt der J1900 auf einem Wehrt von einem Mittelklasse Core2Duo für Desktops oder einer iCore CPU der ersten Generaton im Einstiegsbereich der ersten Generation.

Für einen Heimserver / Mediaserver ist das eine wirklich sattte Leistung – und das bei einem TDP (SOC) von 10Watt.

Die gefühlte Performance ist allerdings bei beiden Systemen gut.

Auch im Betrieb als normaler Desktop mit allen extras hat man keine Laggs. Klar, es ist kein Gamingsystem.

Wenn man die CPU aber mal wirklich rechnen lässt, macht sich der QuadCore schon bemerkbar. Insofern sind die Passmarkwehrte auch nicht ganz realtitätsfremd.

Beispiel: Compilieren eines full Arch Kernels 3.14.1 .

Intel Celeron J1800 (4GB RAM) – 108m13.398s

Intel Celeron J1900 (4GB RAM) - 75m41.920s

Sorge machte mir zuerst auch noch die Temperaturentwickelung,

In einem vollem Gehäuse mit nur einer HE und ohne Lüfter (siehe oben), möchte man sein System natürlich auch nicht grillen.

Unter Last (kompilieren des der Kernel auf allen 4 Kernen) lag die Temp. Nach einer Stunde auf 59°C

Im Idle Betrieb auf 45°C .

Die Temperaturen sind 1A. Und im vergleich zu älteren Atom Serien oder AMDs E/C Prozessoren, die gerne mal auf 80°C und mehr liefen, wirklich undbedenklich.

Mein Fazit und Empfehlung für ein aktuelles Heimserversystem ist deshalb das ASRock Q1900-ITX.

Der kleine Preisaufschlag lohnt sich schon wegen der zusätzlichen Anschlüße – auch wenn man sie heute noch nicht braucht – mit jedem zusätzliche Controller oder HUB wird man die Ersparnis schon eingeholt haben.

Für einen headless Fileserver braucht man das Upgrade nicht.

Für eine Medienzentralle mit FullHD und verteielten Aufgaben im Netzwerk wird man im Moment aber kaum etwas besseres finden (das dann lautlos und klein im Wohnzimmer stehen kann).

 

Home- und Medienserver

Den klassischen PC gibt es immer seltener noch im trauten Heim. Meist sind es mittlerweile Notebooks, Tablets und Smartphones die den Ton angeben. Auch wenn es nur die eigenen vier Wände sind, ist man oft lieber mobil und greift zu einem handlichen Gerät.
Ausserdem hat man heutzutage meist mehr als ein Gerät. Es ist nicht nur 'der Rechner' auf dem man seine Daten hat, sondern meist schon ein gutes Sortiment an Geräten. Notebook im Haus, Smartphone unterwegs und am besten hat jedes Haushaltsmitglied auch noch sein eigenes Gerät.

Damit Daten nicht doppelt und dreifach gelagert werden müssen und jeder stets zugriff hat, empfiehlt sich ein zentraler Punkt im Haushalt wo alles zusammen fließt
So ist ein HomeServer oft schon fast ein muss.

Mit der richtigen Hardware und etwas Zeit lässt sich so nicht nur ein zentrales Datendepot sondern auch gleich ein Multimediasystem fürs Wohnzimmer schaffen.

Eine entsprechende Möglichkeit möchte ich hier vorstellen die bei mir im Haushalt zur vollsten Zufriedenheit ihr Werk verrichtet.

1. Die richtige Hardware.

Bei diesem Punkt kann man natürlich schon wieder einen Glaubenskrieg anfangen. AMD oder Intel. Ich habe mich selbst für ein Intel Board entschieden. Ausschlaggebend war dabei für mich allerdings auch das Layout des Mainboard (siehe unten) welches es so nirgends anders gibt.
Ausserdem ist der Stromverbrauch von Intels Atom CPUs doch noch wesentlich geringer als AMDs Zacate, was sich nicht nur im 24/7 Betrieb bemerkbar macht sondern auch in der simplen Tatsache das sich der Atom problemlos passiv kühlen lässt.
Und das ist ein springender Punkt (zumindest für mich). Ich möchte bei einem Wohnzimmer Multimedia/Serversystem keine surrenden Lüfter. Schließlich sitzt man nicht nur am PC in der guten Stube sondern ließt auch mal ein Buch. Fanless ist also oberstes Gebot.

Ein AMD C-50/60 wäre sicherlich auch eine gute Alternative.
Als einziges Mainstremboard habe ich bisher allerdings nur das Asus c60m1-i gefunden.

Meine Wahl viel aber auf das DN2800MT von Intel.

Kostenpunkt mit 80€ zwar etwas über dem Durchschnitt, dafür aber mit unschlagbarer Ausstattung.
So bietet das Board 2x DDR3-Dimm Slots, 3x PCI-Express (2x als miniPCIE), 2x SATA-300, 6x USB (einaml mit USBSSD support), HDMI, VGA und Spannungswandlung direkt auf dem Board (ein Notebook NT passt hier problemso aber noch mehr dazu beim Thema Gehäuse).
Die CPU mit zwei Kernen und HT a 1,86GHz die dynamisch taktet (speedstep).
Obendrein ist es ultra Flach. Hier braucht es gerade mal eine halbe HE.
Und last but not least ein 1Gbit Intel Netzwerkcontroller, welcher doch wesentlich schneller Daten schaufelt als die ansonsten oft anzutreffende Konkurentz von Realtek, Atheros und co.

Die vielen PCI-EXPRESS Ports bieten hier natürlich auch den einmaligen Spielraum für Zusatzhardware.
Ich habe an den PCI-Express einen zusätzlichen SATA NoName Raid-Controller (Sil3012) mit zwei Ports angeschlossen (sollen ja ein paar mehr Laufwerke rein). In den einen mPCIE kam noch fürs OS eine OCZ Nocti SSD mit 32GB. Der zweite mPCIE Port ist bisher noch frei und bietet Spielraum für spätere Ausbauten (TV-Karte, WLAN, Bluetooth... oder weitere SATA-Ports … wer weis).

Bestückt ist das Mainboard ansonsten noch mit einem 4GB DDR3 Speicher.
Theoretisch würde man wohl auch mit 2GB locker zurechtkommen, aber bei den Speicherpreisen... da würden einen ja später dier Versandkosten für weitere 2GB mehr kosten als der Speicher selbst.
Also zugegriffen.

2. Das Gehäuse.

Das Gehäuse ist natürlich auch ein entscheidender Punkt.
Für mich war es wichtig das möglichst klein und unscheinbar ist. Etwas das sich einfach zwischen die HiFi Anlage stellen lässt. Auch hier scheiden sich natürlich die Geister und ein Fan der Lightshow wird sicherlich etwas anderes wählen.
Meine Wahl viel auf auf das LC-1320MI von LC-Power.
Das Gehäuse ist nicht nur sehr kompakt (etwas größer als eine Wii oder PlayStation) sonder hat auch noch ein externes Netzteil dabei (passend zum MB) und einen integrierten Wandler für ATX (falls es mal ein anderes MB wird – ich hab diesen aber erstmal ausgebaut). Kostenpunk 35€

Platz bietet das Gehäuse von Haus für eine 3,5“ / 2,5“ HDD und ein slim ODD. Mit einer kleiner Bastellei lassen sich aber auch problemlos zwei 2,5“ HDDs einbauen (theoretisch vielleich auch zwei 3,5“ HDDs, aber aufgrund des niedrigeren Stromverbrauch und der wesentlich geringeren Geräuschentwicklung habe ich eh zu Notebookplatten gegriffen).

Die Festplatten neben der oben genannten OCZ Nocti SSD sind bei mir zwei Samsung / Seagate ST1000LM024 geworden.
Dazu dann noch ein passender slim DVD-Brenner.


3. Die Software.

Siehe hierfür cedargo
- on Ubuntu
- on Meego

4. Auf den Zahn gefühlt.

Ok. Das System läuft, aber was bringt es?

Um einen kleinen Einblick zu gewähren habe ich ein paar Benchmarks durchgeführt. Diese können natürlich je nach Clients (netzwerk) und verwendeten Platten varieren und sollen nur einen groben Überblick bieten was geht und was nicht.

Plattenperfomance:

Benchmarks wurden mit dd über 1,1GB Daten durchgeführt.

OCZ Nocti SSD
write: 6,14235 s, 175 MB/s
read: 4,97483 s, 216 MB/s
bufferd read: 1,01617 s, 1,1 GB/s
seektime: 4250 seeks/second

1TB Samsung HDD über Intel SATA
write: 10,3599 s, 104 MB/s
read: 9,74529 s, 110 MB/s
buffer read: 1,02352 s, 1,0 GB/s
seektime: 49 seeks/second, 20.13 ms

1TB Samsung HDD über Sil 3012 RaiController
write: 12,8056 s, 83,8 MB/s
read: 11,9777 s, 89,6 MB/s
bufferd read: 1,02367 s, 1,0 GB/s
seektime: 45 seeks/second, 21.88 ms

Es fällt auf, das die SSD ihre angegebenen Werte von 260 / 280 MB/s auf jedenfall nicht erreicht. Ob die Werte von OCZ etwas zu optimistisch angegeben wurden oder das Board hier bremst ist noch nicht ganz raus. Da die Performance einer SSD aber auch nicht unbedingt durch die Datenrate sondern vorallem durch die kurzen Zugriffzeiten bestimmt wird, stellt dies ansich aber auch zumindest gefühlt kein Problem da.

Auch die HDD fällt über den zusätzlichen RaidController in der Performance deutlich ab. Der Grund dürfte hier sein das der PCIE Slot lediglich x1 ist. Allerdings würde ich auch nicht für einen einfachene NoName Raidcontroller meine Hand ins Feuer legen.
Klar ist allerdings – ein Hardware Raid nur über den RaidController dürfte keinen Sinn machen.
Wer Raid Nutzen will, sollte die Platte also am besten splitten und dann über Software aufbauen. (Hier kann ich leider keine Ergebnisse liefern, da ich die Platten nicht als Raid betreibe).


Netzwerkperformance:

Was nützen einem schenllen Platten wenn das Netzwerk lahmt?
Getestet mit iperf.

Im LAN konnte ich hier eine Performance von 941 Mbits/sec messen.
Was bei 1Gbit ein sehr guten Wert darstellt.

Beim realen Daten kopieren über samba bin ich auf Werte von 80 MB/s gekommen. Was dann mit Sicherheit auch schon das Limit der Festplatten darstellt.

Hier kann man also wirklich nicht meckern.
Wer mehr braucht, braucht profi Hardware.

Video playback:

Es sollen ja nicht nur Daten von einem zum anderen fließen, sondern das ganze soll auch als MedienCenter dienen.

Der Grafikbereich ist wie Oben schon beschrieben allerdings die Achillesferse des Systems.

Mit der vaapi Viedobeschleunigung läuft aber ansich alles sauber.
Mplayer verursacht bei mir eine bei Full HD eine Systemlast von 15% auf die CPU und gibt das Material größtenteils problemlos wieder. Ich meine in einpaar Streifen ein paar Artrefakte gesehen zu haben, allerdings kann das unterumständen auch am Ausgangsmaterial gelegen haben.
Ansich läuft das zumindest.


Und Gaming?

Heiter bis Wolkig.
Ein großes Problem – die Cedarviewtreiber unterstützen nur OpenGLES aber nicht das volle OpenGL . 3D kann man durch in der Regel vergessen.
Nun ist natürlich die Frage a) was kann man eh unter linux spielen? und b) was will man wenn denn dann spielen?
Ich muss dazu sagen, das ich selbst kein großer Gamer bin und wenn dann auch nicht auf die Idee kommen würde entsprechendes von meine Server zuerwarten.
Trotzdem gibt es ja ein paar kleine Spiele die sich dann doch als Konsolenalternativen mal anbieten.
Lange rede kurzer Sinn. Ich konnte alle Spiele die mir wichtig waren zumindest problemlos an laufen bekommen. So u.a. WorldofGoo und YetItMoves.
So darf man also davon ausgehen das SDL oder Flash basierte Spiele kein Problem sind.

Wer auf diesen Punkt allerdings wirklich Wert legt, der sollte sich doch lieber ein AMD Board zulegen.

Legende:
A: OCZ Nocti 32GB
B: Sil 3132 Raid Controller
C: 4GB DDR3 RAM
C: DVD-Writer (Slimline)
D: Intel N2800 1,86Ghz Dual Core CPU
E: Samsung 1TB HDD (auf Bsp Bild noch alte Toshiba)
F: Samsung 1TB HDD