Home- und Medienserver – Nachgelegt

Hallo meine Freunde,

Hier mal ein kleines Update zum Thema Homeserver.

Nachdem ich jetzt ja längere Zeit mit dem obem genannten System gefahren bin, habe ich jetzt mal wieder ein schönes Upgrade unterzogen.

Das Intel DN2800MT ist sicherlich ein schönes Board und mit 6,5Watt TDP echt top als Heimserver im 24/7 Betrieb, aber die PowerVR Grafik setzt leider doch ein Limit für viele Bereiche und der Markt hält aktuell schönes Neues bereit.

Die Intel Celerons der J Generation sind einfach zu verlockend gewesen und so musste ich gleich zugreifen.

Eines der ersten Boards war das Gigabyte J1800N-D2H, welches ich mir dann auch gleich gekauft habe. Das Board hat ansich keine speziellen Features – CPU ist ein Intel Celeron J1800 mit zwei Kernen bei 2,4GHz. Ansonsten alles dabei was das alte Board auch hatte – VGA, HDMI, Gbit LAN, 2x SATA II - dazu kommt ein USB 3.0 Port. Die Grafik liegt zum Glück wieder bei Intel (Intel HD based on Ivy Bridge GPU) und erfreut sich so wieder auch breiter Unterstützung. TDP 10Watt.

Sehr schön (und für mich wichtig) ist der VT support der CPU.

Das Board ist völlig ok. UEFI ohne extras, aber mit den Einstellungen die man braucht – CSM läuft problemlos, so das man auch Windows oder Linux System im „legacy mode“ betreiben kann. Das zeitgleich rausgekommene Board von MSI schien hier Windows8 only zu sein.

Kostenpunkt 53€ - was will man mehr.

Aber meine Beziehung mit dem Gigabyteboard war kurz – denn es kam noch ein neues Board das alles getoppt hat.

Die Rede ist vom ASRock Q1900-ITX (Achtung – nicht die B Variante).
CPU ist hier ein Intel Celeron J1900 – Im Gegensatz hat man hier einen Quad Core mit 2,0GHz. Die Grafikeinheit kann hier etwas höher takten, aber das ist wohl eher nicht der große Unterschied.
Das Board bietet dafür 4x USB 3.0 (2x ext) und vier SATA Ports wobei zwei auf SATA III laufen. Das spart einen zusätzlichen Controller am PCIE oder bietet entsprechend bessere Datenraten (siehe unten).

Der TDP liegt auch hier bei 10Watt. Natürlich braucht man nicht unbedingt einen QuadCore, USB 3.0 könnte man auch noch per HUB weiterreichen und SATA III ist eigentlich nur bei SSDs interessant.

Aber bei gerade einmal +13€ ist die Ausstatung wirklich nicht schlecht und der freie PCIE-Port lässt auch gleich noch einmal Spielraum für etwas Neues.

Natürlich braucht man diese Extras nicht unbedingt.

SATA III macht nur Sinn im Zusammenspiel mit einer SSD – die zusätzlichen Ports sind aber immer gut.

USB 3.0 könnte man bei Bedarf auch über ein HUB erweitern – allerdings kostet das natürlich auch Geld und dann kommt man auch schnell auf den gleichen Preis.

Auch ein QuadCore ist natürlich nicht unbedingt nötig.
Für Musik und Filme tut es natürlich auch ein DualCore und beim J1800 wäre dieser sogar etwas höher getaktet. Der J1900 kann mit boost allerdings auch von 2,0GHz auf 2,41GHz takten (J1800 bis 2,58) und die GPU sogar von 688MHz auf 854MHz (J1800 799MHz).

GHZ alleine sagt aber meist nicht viel aus.

Gut, Benchmarks auch nicht, aber werfen wir doch mal einen Blick darauf.

Der Inetl Celeron J1800 hat einen Passmarkscore von 1123

Der Intel Celeron J1900 hat einen Passmarkscore von 2053

Damit liegt der J1900 auf einem Wehrt von einem Mittelklasse Core2Duo für Desktops oder einer iCore CPU der ersten Generaton im Einstiegsbereich der ersten Generation.

Für einen Heimserver / Mediaserver ist das eine wirklich sattte Leistung – und das bei einem TDP (SOC) von 10Watt.

Die gefühlte Performance ist allerdings bei beiden Systemen gut.

Auch im Betrieb als normaler Desktop mit allen extras hat man keine Laggs. Klar, es ist kein Gamingsystem.

Wenn man die CPU aber mal wirklich rechnen lässt, macht sich der QuadCore schon bemerkbar. Insofern sind die Passmarkwehrte auch nicht ganz realtitätsfremd.

Beispiel: Compilieren eines full Arch Kernels 3.14.1 .

Intel Celeron J1800 (4GB RAM) – 108m13.398s

Intel Celeron J1900 (4GB RAM) - 75m41.920s

Sorge machte mir zuerst auch noch die Temperaturentwickelung,

In einem vollem Gehäuse mit nur einer HE und ohne Lüfter (siehe oben), möchte man sein System natürlich auch nicht grillen.

Unter Last (kompilieren des der Kernel auf allen 4 Kernen) lag die Temp. Nach einer Stunde auf 59°C

Im Idle Betrieb auf 45°C .

Die Temperaturen sind 1A. Und im vergleich zu älteren Atom Serien oder AMDs E/C Prozessoren, die gerne mal auf 80°C und mehr liefen, wirklich undbedenklich.

Mein Fazit und Empfehlung für ein aktuelles Heimserversystem ist deshalb das ASRock Q1900-ITX.

Der kleine Preisaufschlag lohnt sich schon wegen der zusätzlichen Anschlüße – auch wenn man sie heute noch nicht braucht – mit jedem zusätzliche Controller oder HUB wird man die Ersparnis schon eingeholt haben.

Für einen headless Fileserver braucht man das Upgrade nicht.

Für eine Medienzentralle mit FullHD und verteielten Aufgaben im Netzwerk wird man im Moment aber kaum etwas besseres finden (das dann lautlos und klein im Wohnzimmer stehen kann).

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.