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Der eigene Kernel, NFS einrichten, Windows und NFS, Der Druckserver,

Der eigene Kernel

Die Installations-CD beinhaltet neben dem Nasoline-Image auch den GCC und alle nötigen Werkzeuge um einen eigenen Kernel zu bauen. Wenn Sie dies aus Gründen der Systemleistung lieber an ihrem PC als an dem Zielrechner machen möchten, gehen Sie bitte wie folgt vor:

Legen Sie die NASOLINE CD ins Laufwerk und mounten Sie diese.
Wechseln Sie in ein Verzeichnis mit ausreichend Speicherplatz (~1GB).

# /cdrom/tools/unsquashfs /cdrom/nasoline.squashfs
# mkdir -p squashfs-root/usr/src
# tar xvjf /cdrom/nasoline/linux-2.6.29.tar.bz2 -C squashfs-root/usr/src
# mount -o bind /dev squashfs-root/dev
# mount -t proc none squashfs-root/proc
# chroot squashfs-root/ /bin/sh

Wechseln Sie in das Kernel Verzeichnis und kompilieren Sie wie gewohnt den Kernel.

# cd /usr/src/linux-2.6.29
# make menuconfig
# make

Verlassen Sie die Chrootumgebung wieder.

# exit

Um den frisch gebauten Kernel später auf die CD zu bekommen, müssen Sie zunächst ein neues Image erstellen und den Kernel dorthin kopieren.

# mkdir -p nasoline-cd
# rsync -avHP /cdrom nasoline-cd/
# rsync -avHP squashfs-root/usr/src/linux-2.6.29/arch/i386/boot/bzImage nasoline-cd/nasoline/kernel/vmlinuz
# mkisofs -publisher NASOLINE -R -l -L -J -V NASOLINE -A NASOLINE -b boot/isolinux/isolinux.bin -c boot/isolinux/isolinux.boot -no-emul-boot -boot-load-size 4 -boot-info-table -o nasoline-custom.iso nasoline-cd/

Am Ende sollten Sie in Ihrem Verzeichnis eine CD Image mit dem Namen nasoline-custom.iso vorfinden. Brennen Sie dieses Abbild als CD.

Wenn Sie jetzt von CD starten, wählen Sie einfach beim Setup den Parameter kernel mit aus.

NFS einrichten.

Hauptbestandteil von Nasoline ist natürlich der NFS Server. Über diesen können Sie Ordner und Dateien im Netzwerk bereitstellen.

Die Einrichtung vom NFS Server ist sehr einfach und geschieht lediglich durch eine Konfigurationsdatei (/etc/exports).

Öffnen Sie /etc/exports mit einem Editor.
Dort wird dann zuerst das Verzeichnis was Sie freigeben möchten eingetragen, dann der Rechner für den diese Freigabe gelten soll und zum Schluss noch eventuelle Optionen.

Beispiel:
Sie haben Ihre Festplatte unter /mnt/storage1 eingebunden. Sie haben zwei Rechner angeschlossen. Einmal den von Fu und dann noch den von Fara. Beide sollen ihr eigenes Verzeichnis bekommen und dann noch ein gemeinsames für das Netzwerk.

Die /etc/exports könnte dann zB. So aussehen:

/mnt/storage1/fu         192.168.2.101/24(rw,sync,no_root_squash,subtree_check)
/mnt/storage1/fara         192.168.2.102/24(rw,sync,no_root_squash,subtree_check)
/mnt/storage1/share         192.168.2.*/24(rw,sync,no_root_squash,subtree_check)

192.168.2.101 wäre Fu's Pc und 192.168.2.102 Faras. Das Wildcard * steht für das gesamte Netzwerk in dem Adressbereich.

Natürlich lassen sich auch Namen anstellen von IP Adressen verwenden, diese müssten dann allerdings in /etc/hosts eingetragen werden damit sie dem System auch bekannt sind.

Die Optionen müssten natürlich je nach Bedarf angepasst werden.
Ein Tipp: Hätte Fara einen Mac mit OS X, dann sollte man die Option insecure mit hinzufügen.

Windows und NFS

Unter Linux, BSD und OS X dürfte das einbinden eines NFS Share kein Problem darstellen. Da Windows allerdings von Haus aus keine NFS Unterstützung hat, an dieser Stelle eine kleine Anleitung wie Sie ihren Nasoline NFS Server unter Windows nutzen können.

Die Nötigen Tools gibt es frei Haus.
Das Haupt Programm das für den NFS Clienten Benötigt wird, gibt es direkt von Microsoft und nennt sich Services for Unix kurz SFU.
Hier können Sie es herunterladen: http://technet.microsoft.com/en-us/interopmigration/bb380242.aspx

Da wir zwei Dateien vom Nasoline Server kopieren müssen benötigen wir noch eine SCP Clienten.
Ein leicht zu bedienender und freier wäre WinSCP. http://winscp.net/eng/download.php

Um mit Hilfe von dem SFU NFS-Client sich unter Windows mit dem Nasoline Server verbinden zu können, benötigen Sie die Dateien /etc/passwd und /etc/group.

Legen Sie eine Verzeichnis für passwd und group an
Bsp.: C:\nasoline

Melden Sie sich bei WinSCP einfach mit ihrem SSH Login auf dem Nasoline Server an und kopieren Sie die Dateien /etc/passwd und /etc/groups in das angelegte Verzeichnis C:\nasoline

Danach können Sie WinSCP wieder schließen und wenn Sie es nicht mehr brauchen sollten auch gegebenenfalls wieder Deinstallieren.

Entpacken Sie jetzt das SFU Archiv.
Starten Sie die Setup.EXE und wählen Sie Custom Installation.
Wählen Sie alles bis auf den NFS Client ab.
Wählen Sie Local User Mapping Server und Password and Group files
Beenden Sie das Setup.

Starten Sie SFU Administrartion.
Wählen Sie User Name Mapping aus und Use Password and Group files
Geben Sie wie im Screenshot zu sehen die Pfadangaben an C:\nasoline\passwd und C:\nasoline\group

Klicken Sie auf Maps
Wählen Sie unter Advanced Maps - Show User Maps und betätigen Sie die Knöpfe List Windows Users und List Unix Users. Wählen Sie nun Ihren Benutzer-Account und root für das Unix System (Nasoline Server) aus. Drücken Sie ADD

Gehen Sie genause unter Show Group Maps für die Gruppen Benutzer und root vor.

Drücken Sie zum Abschluß Apply

Wechseln Sie auf den Arbeitsplatz und Mappen Sie die NFS Freigabe wie gewohnt.
Extra ? Duchsuchen . Wählen Sie unter NFS Network die IP vom Nasoline Server aus und das Verzeichnis das Sie freigeben.

Nun können Sie auch problemlos die NFS Freigaben unter Windows nutzen.

Der Druckserver

Als Druckserver wird bei Nasoline p910nd verwendet.
Es Handelt sich hierbei um einen reinen RAW Druckserver. Das heißt es müssen keine Druckertreiber installiert werden und es wird auch jeder Drucker damit laufen, dafür müssen die Treiber aber auf den Clients vorhanden sein.

    Konfiguration des Servers:

    Hier ist ansich nicht viel zu machen.

    Die Konfiguration findet in der Datei /etc/rc.d/S80p910nd statt. Standartwerte sind hier /dev/usb/lp0 für USB Drucker und Port 9100. Wer einen anderen Port, mehrere Drucker oder keinen USB Drucker hat, kann hier die Einstellungen entsprechend ändern. Die Grundeinstellungen sollten mit einem USB Drucker aber problemlos laufen.

    Konfiguration der Clients:

  • Linux u. OS X.

    Jedes DE und auch OS X haben eine eigene Konfigurationsoberfläche. Gemeinsam haben Sie aber auch das Cups Webinterface.
    Das Webinterface erreicht man via Webbrowser und die Adresse localhost:631

    1. Wählen Sie add printer
    2. Geben sie einen Namen ein (freie Wahl)
    3. wählen Sie bei Device AppSocket / HP Jedirect

    4. Geben Sie jetzt bei der URL folgendes ein socket://192.168.2.110:9100 (ersätzen sie gegebenenfalls die IP Adresse).

    5. Wählen Sie zuletzt noch den Treiber für Ihren Drucker aus der Liste aus.

      Sollte er dort nicht auftauchen besorgen Sie sich entsprechendes PPD File von http://www.linuxfoundation.org/en/OpenPrinting .

  • Windows.
    1. Starten Sie den Assistenten über Drucker hinzufügen.
    2. Wählen Sie Lokaler Drucker der an den Computer angeschlossen ist (auch wenn er es nicht ist)
      Plug & Play können Sie weg lassen.

    3. Wählen Sie einen Neuen Anschluss erstellen. Und bei Anschlusstyp Standard TCP/IP.

    4. Geben Sie die IP Adresse des Nasoline Servers an. Beim Portnamen können Sie sich was ausdenken oder die Vorgabe belassen.

    5. Wählen Sie im nächsten Fenster benutzerdefiniert und klicken Sie auf Einstellungen.
      Vergewissern Sie sich das beim Protokoll RAW angegeben ist und beim Port 9100.

    6. Zu guter letzt müssen Sie noch den Treiber für Ihren Drucker auswählen.

Das wars.

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