cedarg on Ubuntu

Ein Linux System bietet sich für einem HomeServer natürlich an.
Das spart nicht nur das Geld, sondern lässt einem auch die freie Konfiguration vom Mediacenter bis zum Cloudserver.

Ein Pferdefuss ist hier allerdings der von Intel verbaute PowerVR Grafik.
Intel hat hier nicht die Hand über die Treiber – dieses Problem betrifft allerdings nicht nur Linux sondern genauso Windows.
Es gibt aktuell leider nur Treiber für Windows 7 32bit, Meego, Fedora 16 und Ubuntu 12.04.

Aufgrund der Aktualität fällt die Wahl hier auf Ubuntu 12.04. .
Besonders da es sich hier um eine LTS Version Handelt die einen noch die nächsten fünf Jahre mit Updates versorgt. Das passt.
Die Treiber müssen hier zwar trotzdem noch nachinstalliert werden (siehe unten), aber mit zwei, dreimal copy&paste ist das auch nicht zu kompliziert.
Dafür darf man sich am Ende auch über echte Full-HD HW-Beschleunigung freuen, welche Windows User bis heute noch missen dürften.

Die Ideale Lösung für Performance und Komfort bietet hier Xubunt.
KDE und Gnome laufen zwar, sind aber meiner Meinung nach für die Verwendung überladen.
Wer ein reines NAS System haben möchte, greift natürlich am besten eh gleich nach der Serverversion.

Die Installation von Xubuntu erfolgt erst mal ganz normal.
Die Installation des Grafikkartentreiber funktioniert danach wie folgt:

# sudo add-apt-repository ppa:sarvatt/cedarview
# sudo apt-get install add-apt-key
# sudo add-apt-key 0x4c96de60854c4636
# sudo apt-get update

Hiermit wird das Repository mit den Treiber hinzugefügt und aktualisiert.

# sudo nano /etc/default/grub

Hier muss video=LVDS-1:d unter GRUB_CMDLINE_LINUX_DEFAULT eingetragen werden. Ansonsten wirde der LVDS Ausgang des Mainboard zuerst angesteuert. In der Regel wird man den Monitor aber wohl am HDMI oder VGA Ausgang angeschlossen sein.

# sudo apt-get install linux-headers-generic linux-image-generic
# sudo apt-get install cedarview-drm libva-cedarview-vaapi-driver cedarview-graphics-drivers

Insatalliert den Kernel, den Treiber und kompliert das nötige Modul. Das ganze kann schon ein paar Minuten dauern.

# apt-get install gdm

Der Displamanager LightDM von Xubuntu macht leider Probleme mit dem Treiber. Mit GDM funktioniert aber alles bestens.

# sudo update-grub2

Aktualisiert Grub.

Danach einmal neu starten und es ist vollbracht.

Um jetzt noch volle HW Beschleunigung für die Videowidergabe zu erhalten muss nur noch vollgendes installiert werden.

# apt-add-repository ppa:sander-vangrieken/vaapi
# apt-get update
# apt-get install mplayer-vaapi

Mplayer kann jetzt mit den Parametern -vo vaapi -va vaapi gestartet werden. Bei Frontends wie gnome-mplayer oder smplayer kann diese in den Optionen übergeben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.